Mit viel Liebe zum Detail präsentierten sich die Mitwirkenden

files/gallery_creator_albums/id-17-muehlenfest-2013/DSCN1290.JPGfiles/gallery_creator_albums/id-17-muehlenfest-2013/DSCN1295.JPGfiles/gallery_creator_albums/muehlenfest-2013/DSCN1103.JPGZum 15. Mühlenfest am Pfingstsonntag kamen bei schönstem Pfingstwetter wieder zahlreiche Besucher aus nah und fern. Der Kulturverein Plessa e.V. hatte auch in diesem Jahr wieder für ein ansprechendes Programm gesorgt und präsentierte neben einem bunten Rahmenprogramm zahlreiche Kunsthandwerker aus der Region. „Je wärmer es wurde, umso mehr Besucher kamen“, sagt Organisatorin Claudia Drews. „aus dem weiten Umkreis, von Dresden, Großenhain, Cottbus und Berlin kamen die Leute. Eine Dame erzählte, daß Sie inzwischen alljährlich zu unserem Mühlenfest kommt“, so Claudia Drews. 

„Damit so ein Fest gelingt, bedarf es vieler Mitwirkenden, Helfer und Helfershelfer“, sagt Vereinsvorsitzender Bernd Kadur. „Mehr als 50 Helfer waren an der Vorbereitung und Durchführung unseres Mühlenfestes beteiligt und Mitglieder aus 8 Vereinen haben dafür gesorgt, dass das Mühlenfest ein gelungenes Fest geworden ist.“

Gunter Schurig aus Bad Liebenwerda war zum ersten Mal mit seinem  selbstgemachten Wein dabei. „Ich habe mich gefreut, dass die Besucher so großes Interesse an meinen Weinen hatte“, sagt er und blieb gleich noch zur Abendveranstaltung  mit der Gruppe Elster-Folk aus Falkenberg.

Christine Alkier und ihre fleißigen Helfer sorgten mit ihren (inzwischen antiken)  Sachen aus Wolle und Garn für manch schmunzelndes Erinnern. „Nur den Bezug für eine Toilettenpapierrolle haben wir nirgend wo mehr gefunden. Dabei stand so etwas doch früher bei vielen Autos auf der Hutablage“, erzählt sie lachend.

Wolfgang Alkier und Ernst Thron hatten mit ihren Mifa-Fahrrädern und alten Mopeds wahre Schätze ausgegraben, die manchen Besucher aus weiter Ferne anlockte. „Den ganzen Tag über kamen immer mal wieder aus der gesamten Region Leute mit ihren alten Mopeds angefahren.  Das Mühlenfest hatte noch nicht mal begonnen, da war schon der erste mit seinem selbstgebauten Motor-betriebenen Fahrrad aus Finsterwalde hier. Wir konnten morgens jede Hilfe gebrauchen  und haben ihn gleich mit eingespannt“ berichtet Wolfgang Alkier. Tatkräftige Hilfe hatte er auch von Michael Thron, der für seinen erkrankten Vater eingesprungen war.

 „Ich komme immer wieder gern nach Plessa zum Mühlenfest“ erzählt Gerhard Hagen, Hobby-Korbmacher aus Leidenschaft, der seit Jahren seine Körbe und Harken anbietet. “ Hier ist was los, hier ist immer ein schönes Rahmenprogramm und hier kommen viele Besucher. Meine Produkte finden immer reißenden Absatz und insbesondere zwei Damen“ (damit meint er die Plessaer Kräuterweiber) „ finden immer wieder etwas anderes bei mir“, schmunzelt er.

Auch Kettensäger Mike Richter war wieder mit dabei und hatte so viel Zuspruch, dass ihm zum guten Schluss kein einziges seiner kunstvoll gefertigten Objekte für die Veranstaltung am folgenden Tag blieb.

Jahr für Jahr machen auch die Plessaer Kleintierzüchter und „Hörnchenzucht-Richter“ mit seinen Streifenhörnchen mit und stoßen immer wieder auf großes Interesse bei kleinen und großen Besuchern. Unter den Bäumen schattig platziert, nutzten gleich mehrere Familien mit ihren Kindern ebenfalls diese Stelle, um sich ein bisschen auszuruhen und der wirklich brütenden Sonne zu entfliehen.

Viele Besucher standen wieder am Koppelzaun, als der Ländliche Reit- und Fahrverein Plessa e.V. bei einer Übungsstunde verschiedene Vorführungen zeigte. Anschließend hatte sich Günther Kamenz , Hobbyhistoriker und Sammler, etwas Besonderes für die Zuschauer ausgedacht und zeigte zusammen mit den Kameraden der Feuerwehren Plessa und Kahla einen Löschangriff mit einer historischen Handdruckspritze aus dem Jahr 1894.

Nicht nur die Kinder verzauberte Zauberer Marvin Derlo mit seinem Zauberprogramm. Da ging es um schwebende Tücher, die sich in ganze Fahnenketten verwandelten, Ringe, die auf einmal ein Ganzes bildeten. Die Kinder halfen bei den vielen Kunststücken mit und assistierten  dem Zauberer oder sprachen gleich die Zaubersprüche.  Was man alles aus Luftballons zaubern und modellieren kann, ob Hund, Maus, Schwan oder Schwert zeigte der Verzauberer zum Ende seiner Show und hatte auch nachher noch einiges damit zu tun, um den Wünschen der Kinder nachzukommen.

Musikalisch umrahmten die Mühlenmusikanten zur besten Frühschoppenzeit das Programm. Der Elsterchor sang  unter der bewährten Leitung von Chorleiterin Bettina Weinhold aus seinem breiten Repertoire. Anschließend zeigten die Blechbläserklassen der Grundschule in Plessa ihr Können und wer dann noch einen Sitzplatz erhaschen wollte, hatte es schwer.

Zum Abschluss des Nachmittagsprogrammes sorgten die Mitglieder des Plessaer Carnevalsvereins mit Einlagen aus ihrem aktuellen Programm für manchen Lacher und für tobenden Beifall.

Das Lagerfeuer zum Schluss sorgte mit Erhard Hänßgen an der Gitarre für einen gemütlichen Abschluss, fand allerdings bei einem kurzen, aber heftigen Regenguss ein jähes Ende.

Für ein schönes und rundherum gelungenes Mühlenfest bedanken wir uns bei allen Vereinen und fleißigen Helfern, die zum Gelingen des 15. Mühlenfestes beigetragen haben. C.D.

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