Von Socken, Puppen und Unikaten aus dem Töpferofen

files/gallery_creator_albums/kreativmarkt/DSCN4868.JPGfiles/gallery_creator_albums/kreativmarkt/DSCN4860.JPGfiles/gallery_creator_albums/kreativmarkt/Ulrike_Broschell_zeigt,_wie_eine_Waldorfpuppe_entsteht.JPGHandgemachtes war Trumpf

Der  Kreativmarkt im Kulturhaus in Plessa war wieder ein kunterbunter Basar für Kunstvolles und Originelles und lockte am vergangenen Wochenende  viele Besucher an. Die Hobbykünstler und Freizeithandwerker präsentierten ihre selbstgefertigten Kostbarkeiten und geizten nicht mit neuen Ideen.

Viel Fingerspitzengefühl und Geduld braucht Ulrike Broschell für ihr Hobby. Ausschließlich aus Naturmaterialien fertigt sie zauberhafte Stoffpuppen, die alle in liebevoller Handarbeit entstanden sind. Als Puppenmacherin entwirft und näht sie jede Puppe von Kopf bis Fuß selbst und fertigt auch das passende Puppenzubehör an. „Jedes Puppenkind ist ein Unikat und nur einmal erhältlich“, sagt Ulrike Broschell.

Selbstgestaltete Grußkarten in vielen Variationen zierten den Stand von Sigird Voigt. Unzählige Stunden hat sie mit Schere und Kleber verbracht, um ausgefallene Grußkarten für alle Anlässe zu fertigen. Man merkte, wie viel Arbeit in ihren Karten steckt.

Karl-Heinz Hilbert hat seinen Beruf zum Hobby gemacht. Der gelernte Müller verarbeitet seit seinem Ruhestand verschiedene Hölzer zu Mühlen und zeigte am Laptop, was er schon für Modelle gebaut hat. Mitgebracht hatte er u.a. eine Bockwindmühle und eine Holländermühle.

Auf großes Interesse stieß auch der Stand von Doris Tuchan, die Interessierten zeigte, wie man Glasperlen dreht. Das Ausgangsmaterial beim Glasperlen selber machen sind farbige Glasstangen. Das Glas wird in einer Flamme geschmolzen und um einen Metallstab gewickelt. „Jede Perle ist ein Unikat“, sagt Doris Tuchan“ und kann mit feinen Glasfäden und anderen Techniken verziert werden, sodass ein einzigartiges Schmuckstück entsteht.“ Auch selber konnte man sein Glück versuchen. „Ganz rund sind die Perlen nicht geworden“ schmunzelt sie, „aber trotzdem ist jeder ganz stolz auf sein Erstlingswerk gewesen“.

Dass sich gefilzte Wolle zu tollen Sachen verarbeiten lässt, zeigte Gerhild Haupt an ihrem Stand. Modische Hausschuhe waren dort ebenso zu sehen wie  trendige Taschen. und andere tolle Sachen.    

Aus vielen, vielen kleinen, sauber aneinander genähten Stoffstücken bestehen  die Patchwork-Decken von Margitta Müller. Lange Zeit sitzt sie dafür an ihrer Nähmaschine - und sie tut es gerne. "Wenn das nicht so wäre, könnte ich das Hobby nicht ausüben, die Arbeit bezahlt einem keiner", sagt die Hobbykünstlerin aus Sonnewalde, die zum zweiten Mal am Kreativmarkt teilnahm.

Jutta Haufe aus Hohenleipisch ist von Anfang an dabei und bringt in jedem Jahr liebevoll gestaltete Gestecke für Totensonntag mit. Dabei kann sie sich inzwischen auf Stammkunden  freuen, die gezielt zu ihrem Stand kommen und nach ihren Gestecken fragen. „Bereits kurz nach der Eröffnung waren viele Gestecke verkauft und wir mussten für Nachschub sorgen“ freute sie sich.

 

Unikate aus dem Töpferofen waren gleich an mehreren Ständen zu bewundern.  So zeigte z.B. Elvira Bohrisch an ihrem Stand kunstvoll aus Ton gefertigte Schalen und Blüten.

Malerei in unterschiedlichen Techniken stellten Ingeborg Helm und Petra Rothe aus. Ingeborg Helm hatte außerdem die Betreuung der Bilder von Margret Möllerke übernommen, die aus gesundheitlichen Gründen nur zeitweise anwesend sein konnte.

Einen ganzen Tag lang zeigten die Hobbykünstler ihre unterschiedlichsten Werke. Sehr zur Freude des Plessaer Kulturvereins und Organisatorin Claudia Drews: "Ich freue mich sehr, dass wieder so viele dabei sind und jede Menge Neues mitgebracht haben." Trotz oder gerade wegen des schlechten Wetters waren wieder viele, viele Besucher gekommen. "Die Gäste wissen die Mühen, die Unikate und das Selbstgemachte zu schätzen", sagt sie.

Im nächsten Jahr findet übrigens der Kreativmarkt am 04. November statt.CD

Zurück